Einführung

1 Einführung

Überreste von Bettwanzen sind in ägyptischen Mumiengräbern gefunden worden, wodurch belegt ist, dass die Beziehung zwischen Menschen und Bettwanzen bereits seit mehr als 4000 Jahren besteht.
Man vermutet, dass zu einer Zeit, als die Menschen noch in Höhlen lebten, Bettwanzen sich aus Fledermauswanzen (oder einem gemeinsamen Vorfahren) entwickelt haben, und später dann den modernen Menschen auf dem Weg in die Zivilisation folgten. Nach dem 2. Weltkrieg führten Entdeckung und Einsatz synthetischer Insektizide, verbunden mit spürbaren Verbesserungen der allgemeinen Lebens‐ und Wohnsituation, zu einem dramatischen Rückgang der Bettwanzenpopulationen überall in Europa und der übrigen sogenannten „ersten“ Welt.
Bettwanzenpopulationen verharrten für ungefähr 50 Jahre auf einem sehr niedrigen Level, seit der Jahrhundertwende jedoch belegen viele Berichte einen dramatischen Anstieg der Bettwanzenvorkommen in Europa, Australien, Asien und Nordamerika.
Das Wiederaufleben der Bettwanzen zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist vermutlich auf das Zusammenwirken verschiedener Faktoren zurückzuführen, die das Überleben, die Fortpflanzung und Verbreitung der Bettwanzen begünstigen.
Behandlungsfehler durch ungeeignete Massnahmen zur Schädlingsbekämpfung haben sicherlich zu diesem Problem beigetragen.
Das Ziel des ECoP ist es, Schädlingsbekämpfer mit den aktuellsten verfügbaren Informationen zur Bekämpfung von Bettwanzenpopulationen auszustatten.