Eingrenzungen

5.2 Bettwanzenfeindliche Umgebungen

Bettwanzen gedeihen in Umgebungen, in denen sie viele Rückzugsmöglichkeiten in der Nähe ihres Wirtes haben. Darüber hinaus sind unaufgeräumte Orte viel schwieriger zu behandeln, wenn ein Befall vorliegt, da wahrscheinlich viele Gegenstände und Teilbereiche behandelt werden müssen.
Dieser Abschnitt zeigt Massnahmen auf, mit denen ein Raum für Bettwanzen möglichst unattraktiv gemacht wird.

5.2.1 Aufräumen

Bettwanzen nutzen Ritzen und Spalten in der Nähe ihres Wirtes, in unserem Fall also von Menschen. Geringfügiger Befall findet sich meistens im Bett oder seiner unmittelbaren Nähe. Nur bei einem starken Befall, oder wenn Bettwanzen durch chemische Bekämpfung oder physische Störungen auseinandergetrieben wurden, nutzen sie Rückzugsräume in grösserer Entfernung vom Bett. Einfache, klare Oberflächenstrukturen in unmittelbarer Nähe des Bettes können deshalb bei einem Befall die Zahl der möglichen Verstecke und damit die zu behandelnden Stellen reduzieren. Ein freier Bereich von ca. 1‐2 m um das Bett sollte ausreichen, Einrichtungsgegenstände vor Bettwanzen zu schützen, wenn ein Befall frühzeitig erkannt wird – die meisten Einrichtungen sehen aber anders aus.
Die Aufbewahrung von Gegenständen aller Art in verschlossenen Kunststoffboxen reduziert die Zahl der Rückzugsmöglichkeiten und macht es möglich, den Raum unter dem Bett als Lagerraum zu nutzen und trotzdem eine bettwanzenfeindliche Umgebung aufrechtzuerhalten.