Gesetzliche Richtlinien

10.5 Entsorgung von Abfällen 10.5.1 Produktreste (Biozide)

Restmengen von Präparaten müssen im Einklang mit den geltenden Bestimmungen entsorgt werden.
Bereits beim Anmischen muss die zu behandelnde Fläche und die dafür notwendige Menge Insektizid abgeschätzt oder ausgemessen werden. Wird nur die tatsächlich benötigte Menge angesetzt, werden Restmengen sicher verringert, idealerweise komplett vermieden. Bleiben dennoch Restmengen übrig, werden sie in einen speziell dafür vorbereiteten und entsprechend gekennzeichneten Behälter umgefüllt.
Angaben zur Entsorgung sind auf den Produktetiketten und im Sicherheitsdatenblatt vermerkt, im Zweifelsfall fragt der Schädlingsbekämpfer beim Lieferanten der Produkte nach.
Flüssige Insektizide DÜRFEN NIE in normale Wasserabläufe, in Toiletten oder einfach in den Boden geleert werden; trockene Insektizide DÜRFEN NICHT in den Hausmüll gegeben werden.
Präparatereste sind Sondermüll. Für die Entsorgung und den Transport von Sonderabfällen sind die jeweils geltenden nationalen und regionalen Vorschriften zu beachten.

10.5.2 Von Bettwanzen befallener Müll

Vor der Entsorgung sollten Gegenstände wie Matratzen z.B. mit einem Messer unbrauchbar gemacht werden, um Wiederverwendung zu verhindern.
Wenn der Schädlingsbekämpfer den Müll von anderen Personen transportiert (auch wenn er ungiftig ist wie z.B. eine befallene Matratze), kann es sein, dass er eine Transportlizenz für Abfälle besitzt (national geregelt). Befallene Gegenstände werden in der Regel als „ungefährlich“ klassifiziert (sie würden nur als „gefährlich“ klassifiziert, wenn sie infektiös wären, was aber nicht zutrifft, besonders wenn sie mit Spray behandelt wurden). Befallenes Material wird sinnvollerweise direkt vom Behandlungsort durch ein Entsorgungsunternehmen (z.B. in einem Container wie jeder andere ungefährliche Müll) abgeholt und sachgemäss entsorgt.